Neufra 2030 – eine Vision für unseren Dorfkern

Bei der Veranstaltung „Auf ein Wort vor Ort" am Donnerstagabend mit Oberbürgermeister Dr. Ruf wurden mehrere Themen rund um Neufra besprochen. Eines der zentralen war die Frage, wie sich der Dorfkern für die kommenden Jahrzehnte aufstellen lässt.

Den Anstoß gab eine Frage aus der Neufraer Bürgerschaft zum geplanten Anbau an das Feuerwehrhaus. Dr. Ruf griff dabei das Projekt „Neufra 2030" auf – eine noch junge Idee, die einen anderen Weg vorschlägt: den Rückbau der sanierungsbedürftigen Bestandsbauten Rathaus und Feuerwehrhaus zugunsten senioren- und generationengerechter Wohnungen. Die öffentliche Diskussion auf der Veranstaltung nehmen wir zum Anlass, erste Details zum Projekt hier im Blog vorzustellen.

Die Idee hinter „Neufra 2030"

Ihren Anfang nahm die Idee, als Anfang des Jahres aus dem Bürgerverein Starzelbrücke heraus das Gespräch mit Ortsvorsteher Markus Halder gesucht wurde – getrieben von einem Satzungsziel des Vereins, der Entwicklung seniorengerechter Wohnkonzepte, und von der Sorge um die Zukunft des Ortskerns. Daraus reifte nach und nach ein Konzept für eine ganzheitliche Quartiersentwicklung im Herzen des Dorfes.

Dahinter steht eine einfache Überzeugung: Neufra verdient mehr als einen großen Anbau, der den Ortskern auf Jahrzehnte festlegt. Eine durchdachte Neuordnung dagegen schafft etwas Bleibendes – Wohnraum, in dem mehrere Generationen Tür an Tür leben. Junge Familien finden hier eine Zukunft, und ältere Neufraerinnen und Neufraer können in dem Ort alt werden, der ihr Zuhause ist, statt ihn verlassen zu müssen. Ein Dorf, das zusammenhält und in dem niemand zurückbleibt.

Das Konzept

Erste Gespräche deuten darauf hin, dass eine wirtschaftlich tragfähige Lösung möglich sein könnte, wenn die Flächen von Rathaus und Feuerwehrhaus zusammengelegt werden. Für einen in diesem Zusammenhang erforderliche Neubau des Feuerwehrhauses an neuem Standort hat ein Investor aus dem Netzwerk des Vereins bereits Interesse signalisiert. Auf der frei werdenden Fläche könnten neben Wohnungen ein lebendiger Dorfplatz, Vereinsräume und die Ortschaftsverwaltung entstehen – ein neuer sozialer Mittelpunkt für Neufra.

Rückhalt und nächste Schritte

Bereits im Frühjahr stellte unsere Vorsitzende Regina Steimer das Vorhaben dem Ortschaftsrat vor, wo es einhellige Zustimmung fand. Nach einem bereits ersten Treffen zwischen Ortsvorsteher, Oberbürgermeister und unserer Vorsitzenden Mitte Mai ist nun ein weiteres Treffen mit Dr. Ruf geplant, eine Beratung im Gemeinderat soll noch vor der Sommerpause erfolgen. Anfang Juli befasst sich der Ortschaftsrat in öffentlicher Sitzung mit dem Vorhaben; im Juli folgt zudem eine öffentliche Informationsveranstaltung des Vereins.

Gerade in angespannten Haushaltslagen braucht es mutige, zukunftsorientierte Entscheidungen. Der Bürgerverein Starzelbrücke setzt sich mit Nachdruck für das Projekt ein – damit Neufra den demografischen Wandel nicht nur bewältigt, sondern aktiv gestaltet und sich die lebenswerte Zukunft sichert, die es verdient.

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Vorstellung von “Neufra 2030” im Ortschaftsrat

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Mitgliederversammlung und Bilanz nach erstem Vereinsjahr